„Sicherheit ist nicht ein Produkt von Isolation, sondern von Zusammenarbeit.“
– Kofi Annan (Ehemaliger Generalsekretär der Vereinten Nationen)
Inhaltsverzeichnis
PROJECT WORKPRIS
Projekt WORKPRIS
Projektübersicht
Grenzen überwinden heißt, voneinander zu lernen. Die internationale Vernetzung im Strafvollzug stärkt nicht nur die Kompetenzen derjenigen, die direkt mit inhaftierten Personen arbeiten, sondern auch den gegenseitigen Respekt und das gemeinsame Ziel einer humanen Justizvollzugspolitik. Ein zentrales Anliegen des WORKPRIS-Projekts ist es, den tertiären Sektor, insbesondere die Organisationen des dritten Sektors (DSOs), stärker in die Arbeit mit inhaftierten Personen einzubinden. DSOs bieten spezialisierte Unterstützungsdienste an, die auf die individuellen Bedürfnisse von inhaftierten Personen zugeschnitten sind, wie z. B. Resozialisierungsprogramme, Bildungsangebote, psychische Gesundheitsunterstützung, und Suchtbehandlungen.
WORKPRIS ist ein durch Erasmus+ finanziertes KA210-VET-Projekt – eine Kleinpartnerschaft in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Dieses Projekt unterstützt aktiv den Pact for Skills „Liberate Skills“ und dessen Verpflichtung, die Professionalisierung des Justizvollzugspersonals zu fördern. WORKPRIS möchte durch innovative berufliche Aus- und Weiterbildungsprogramme das Engagement der DSOs in den Strafvollzugsanstalten erhöhen und sicherstellen, dass diese Programme den aktuellen und zukünftigen Anforderungen des Arbeitsmarktes und den Menschenrechten gerecht werden. Durch flexible Ausbildungsmodelle und die Schaffung eines transnationalen Netzwerks von Fachleuten und Schulungspersonal wollen wir nachhaltige Unterstützung für DSOs aufbauen und die (Re)Integration fördern. So tragen wir zur Entwicklung sicherer und inklusiver Gemeinschaften bei.
Project ID: 2024-1-AT01-KA210-VET-000252330 WORKPRIS
Das internationale WORKPRIS Online-Seminar fand am 17. Oktober 2025 im Rahmen der Erasmus+ Days 2025 statt.
Es bildete die Abschlussveranstaltung des Erasmus+ Projekts WORKPRIS – Preparing Third Sector Organisations (TSOs) for Working with People in Prison.
Das dreistündige Seminar brachte Organisationen des dritten Sektors, Mitarbeitende des Justizvollzugs, Bewährungsdienste, politische Entscheidungsträger:innen, Forschende sowie Fachkräfte aus dem Bildungs- und Trainingsbereich aus ganz Europa zusammen, um die zentralen Projektergebnisse zu diskutieren und zukünftige Kooperationen zu fördern.
Weitere Informationen zu den Projektergebnissen finden sich in den WORKPRIS-Materialien. Bei Interesse an den Ergebnissen und Wirkungen von WORKPRIS können Sie sich zudem an Gabi Gobl @gabi.gobl@richtungswechsel.or.at wenden.
Nehmen Sie am Vortrag und Diskussionsveranstaltung „Inspirational Practices – Wege aus der Sucht für Rechtsbrecher*innen“, Innovative Zugänge in der Suchtarbeit mit internationalen Beispielen teil, der gemeinsam mit dem Verein Grüner Kreis am 12. November von 18-19:30 Uhr stattfindet.
Wir laden Sie herzlich zu diesem Vortrag ein, in dem unter anderem erfolgreiche internationale Ansätze im Bereich der Suchtarbeit vorgestellt werden, die innerhalb des WORKPRIS-Projektes identifiziert wurden.
Das eineinhalbstündige Seminar bietet die Möglichkeit, Einblicke in andere Systeme zu gewinnen, Vor- und Nachteile gemeinsam zu diskutieren und spannende neue Vernetzungen herzustellen. (Die Veranstaltungssprache ist Deutsch.)
Zur Anmeldung geht es HIER.
WORKPRIS - Projektübersicht
Projektziele
- Berufliche Bildung und Innovation:
Entwicklung und Implementierung innovativer Schulungsprogramme für DSOs, die speziell auf die Bedürfnisse der Organisationen im Justizvollzug abgestimmt sind. Im Rahmen von praxisnahen Trainings werden neue Berufsausbildungs- und Trainingsprogramme (VET) erarbeitet. - Flexibilität der Ausbildungsmöglichkeiten:
WORKPRIS setzt auf flexible und anpassbare Trainingsmodelle, die über verschiedene Bereiche des Sektors hinweg genutzt werden können. Dies fördert eine intensivere Zusammenarbeit mit Justizanstalten und unterstützt DSOs in ihrer Arbeit. - Transnationale Zusammenarbeit:
Ein Netzwerk von Fachleuten und Organisationen wird aufgebaut, um den Austausch von Wissen und bewährten Praktiken zu ermöglichen. Dieses Netzwerk soll auch nach Projektende Bestand haben.
Wer profitiert?
- Justizvollzugsleitungen und Ausbildner*innen:
Führungskräfte in Justizanstalten und Ausbilder*innen profitieren von Workshops und Schulungsangeboten, die ihre Fähigkeiten im Umgang mit DSOs erweitern. - Mitarbeiter*innen des Dritten Sektors:
DSOs, die mit inhaftierten Personen arbeiten, erhalten durch WORKPRIS Unterstützung in der Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten und im Austausch bewährter Praktiken. - Verwaltungs- und Justizpersonal:
Fachleute aus Ministerien, Justizbehörden und Verwaltung profitieren von verbesserten Kooperationen zwischen Justizanstalten und DSOs und der Qualität der angebotenen (Re)Integrationsprogramme.
Projektaktivitäten
- Mapping Existing and Inspiring Practice in TSO Engagement
Startdatum: November 2024
In dieser Aktivität werden die Praktiken von DSOs in sechs EU-Ländern und dem Vereinigten Königreich erfasst. Die Ergebnisse werden in einem Bericht und einer Infografik veröffentlicht, und nationale Workshops fördern den Austausch der Erkenntnisse. - Developing and Delivering a Workshop on Working with People in Prison for DSOs
Startdatum: May 2025
Ein zweitägiges Seminar in Tschechien präsentiert die Ergebnisse der Mapping-Aktivität und entwickelt ein Schulungsprogramm für DSOs. - Evaluating TSO Engagement & Training, PMI, Quality Control, Dissemination
Startdatum: Oktober 2024
Evaluation der Schulungsprogramme, Qualitätskontrolle und internationale Verbreitung der Projektergebnisse über ein Online-Seminar und andere Plattformen.
Was ist das Besondere an WORKPRIS?
WORKPRIS hebt die entscheidende Rolle von DSOs bei der (Re)Integration inhaftierter Personen hervor. Diese Organisationen bieten spezialisierte Unterstützung in Bereichen wie Arbeit, Bildung, psychische Gesundheitsversorgung und Suchttherapie. WORKPRIS adressiert auch die begrenzten Ressourcen in Justizanstalten, indem es zusätzliche Fachkenntnisse und Unterstützung durch DSOs integriert.
Vorteile der transnationalen Zusammenarbeit
WORKPRIS fördert den Austausch von Best Practices und innovativen Ansätzen zur (Re)Sozialisierung inhaftierter Personen auf europäischer Ebene. Der Aufbau eines internationalen Netzwerks verstärkt den Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren und trägt zur Verbesserung der Rehabilitationsmaßnahmen bei.
Sehen Sie sich unserer Ergebnisse an:
WORKPRIS Aufzeichnungen
Webinare
Die überarbeiteten Aufzeichnungen der WORKPRIS-Webinare stehen ab sofort zur Verfügung. Die Veranstaltungen boten spannende Einblicke in die Zusammenarbeit zwischen Organisationen des Dritten Sektors und dem Strafvollzug sowie innovative Ansätze zur sozialen (Re-)Integration und beruflichen Qualifizierung.
Die Inhalte im Überblick:
🔹 Kooperationen zwischen Justizanstalten und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen
🔹 Neue Wege in der Arbeitsqualifizierung für inhaftierte Personen
🔹 Internationale Perspektiven und praxisnahe Beispiele
🔹 Keynote von Dr.in Sarah Lewis zur menschengerechten Gestaltung von Justizanstalten
🔹 Ergebnisse aus Umfragen, Diskussionen und Best Practices aus Österreich, Slowenien und Tschechien
🔹 Stimmen und Reflexionen von Teilnehmenden aus ganz Europa
📺 Jetzt ansehen: Die Aufzeichnungen sind in deutscher und englischer Sprache verfügbar und fassen die zentralen Erkenntnisse beider Webinare zusammen.
Abschluss Online-Seminar
Die bearbeiteten Aufzeichnungen des abschluss WORKPRIS Online-Seminars sind ab sofort online verfügbar. Die Sitzungen bieten wertvolle Einblicke in die Zusammenarbeit zwischen Organisationen des dritten Sektors und Justizvollzugsdiensten sowie in innovative Ansätze der beruflichen Bildung und der sozialen (Re-)Integration.
Highlights sind unter anderem:
🔹 Keynote von Stanislav Solodov, Ministerium für Justiz und digitale Angelegenheiten, Estland, zur Unterstützung junger straffälliger Personen durch die Zusammenarbeit öffentlicher Institutionen und Organisationen des dritten Sektors in Estland
🔹 Präsentation zur Kartierung vielversprechender Praxisbeispiele in ganz Europa
🔹 Vorstellung des WORKPRIS-Kompetenz- und Fähigkeitsprofils sowie der Workshop-Gliederung
🔹 Partnerschaften zwischen Organisationen des dritten Sektors und Justizvollzugsanstalten
🔹 Die Bedeutung formaler Qualifizierungsangebote für die Zusammenarbeit zwischen Organisationen des dritten Sektors und Justizvollzugsdiensten in Europa
📺 Jetzt ansehen: Die Aufzeichnungen sind auf Englisch verfügbar und fassen die zentralen Erkenntnisse des abschließenden Online-Seminars des Projekts zusammen.
Unsere Partner
CIK Trebnje
(Slowenien)
Die öffentliche Einrichtung CIK Trebnje (Center za izobraževanje in kulturo Trebnje = Center für Bildung und Kultur Trebnje) ist auf Erwachsenenbildung spezialisiert und fördert lebenslanges Lernen, insbesondere für sozial benachteiligte Gruppen, darunter inhaftierte Personen. Ihre langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Durchführung von Bildungsprogrammen ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts.
VOLONTÉ CZECH
(Tschechien)
Die Organisation VOLONTÉ CZECH bietet umfassende Beratungs- und Bildungsprogramme für Personen, die von sozialer Ausgrenzung betroffen sind, einschließlich inhaftierter Personen und ihrer Familien. VOLONTÉ CZECH arbeitet eng mit der Generaldirektion der tschechischen Justizanstalten zusammen und trägt mit ihrem Fachwissen zur Projektarbeit bei.
Kontakt
Für weitere Informationen oder zur Teilnahme an zukünftigen Workshops kannst du uns gerne unter folgender Adresse kontaktieren:
Email:
workpris@richtungswechsel.or.at
und
LinkedIn:
Kontakt
Für weitere Informationen oder zur Teilnahme an zukünftigen Workshops kannst du uns gerne unter folgender Adresse kontaktieren:
Email:
workpris@richtungswechsel.or.at
und
LinkedIn:
https://www.linkedin.com/company/richtungswechsel-verein-zur-foerderung-von-straftaeter-innen/



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